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Wohnüberbauung St. Bernhard, Wettingen

Wohnüberbauung

Ursprünglich führte die Rebbergstrasse mitten durch das Weinbaugebiet der Lägern und erschloss einen Teil der ehemaligen Trotten bis hin zur Burg Schartenfels. Heute markiert die Rebbergstrasse die Schnittstelle zwischen Siedlung und Kulturlandschaft und ist wichtiger Ausgangs- und Anschlusspunkt der Naherholung. Mit dem Rückgang der Rebbauflächen wurden die Parzellen entlang der Rebbergstrasse dichter verbaut und damit einhergehend die direkten Sichtbezüge zur Kulturlandschaft eingeschränkt. Die Aufhebung des Altersheims St. Bernhard eröffnet eine einmalige Chance, die kulturlandschaftliche und geschichtliche Identität Wettingens ein Stück weiter zu stärken. Entlang der bestehenden Topografie gruppieren sich die terrassierten Punktbauten in einer offenen Anordnung, welche die optimierte Ausnutzung des Grundstücks gewährleistet, ohne aber die Potentiale und Qualitäten der Lage zu beschneiden. Horizontale und vertikale Staffelungen der Gebäudekubaturen sichern die Privatsphäre der Aussenterrassen, brechen aber ebenso die Dimension der Einzelvolumen und vermitteln so zwischen den Massstäben der kleinformatigen Einfamilienhäuser und den Terrassenüberbauungen der benachbarten Hanglagen. Die so unterstützte Einpassung der Bauten in ihren vielschichtigen Kontext wahrt eine Balance zwischen Siedlungs- und Naturraum und ermöglicht den 32 Wohnungen einen direkten Bezug zum Aussenraum des ehemaligen Rebberges. Grosszügig gestaltete Freiflächen mit bewusst belassenen Sichtkorridoren zwischen den Neubauten erlauben neben der optischen auch die räumliche Durchlässigkeit des Areals von der Talseite zu den Erholungsräumen der Lägern. Die einzelnen Wohnbauten sind als Zweispänner organisiert und erschliessen in ihren Regelgeschossen jeweils eine 3.5- und 4.5-Zi.-Wohnung. Während die oberen Wohnungen sowie die 4.5-Zi.-Attika-Wohnungen durch Eckverglasungen auf der Nordseite auch den Blick zum Lägern einfangen, erweitern sich über die gesamte Bebauung drei Einheiten über die Ausnutzung der Hanglage zu grosszügigen 5.5-Zi.-Maisonetten. Entlang einer fliessenden Erschliessung gruppieren sich die Individualräume der Wohnungen um eine zentrale Küche mit direktem Bezug zum Aussenraum. Die Wohn- und Essbereiche öffnen sich dem weiten Blick ins Limmattal entgegen und nutzen ebenso wie die grosszügigen Aussenräume die Ausrichtung des Hanges für eine optimale Besonnung.

Titel: Wohnüberbauung St. Bernhard
Ort: Wettingen
Verfahren: Projektwettbewerb auf Einladung
Veranstalter: St. Bernhard AG

Landschaftsarchitektur: SKK Landschaftsarchitekten AG
Visualisierungen: Studio David Klemmer