Landschaftsarchitektur: Andreas Geser, Zürich

Neubau Wohnheim, Worben

Offener Projektwettbewerb 2009

Ortsbauliche Situation

Das Projekt für die Ersatzneubauten des Seelandheimes Worben versteht sich als Erweiterung der bestehenden Anlage. Die aus mehreren Kuben bestehende, kompakte Winkelform des geplanten Baukörpers bildet den nordöstlichen Abschluss des zukünftigen Entwicklungsgebietes. Durch die Differenzierungen in der Höhen- und Breitenentwicklung orientiert sich der Neubau an der Massstäblichkeit und der vielschichtigen Struktur der näheren Umgebung und schafft so ein Gegenüber, welches trotz des hohen Raumbedarfs nicht fremd wirkt und den «Dorfcharakter» weiterverfolgt.

Architektur

Durch die dem Hauptvolumen vorgelagerte Balkonschicht erhält der Neubau ein übergeordnetes Thema und eine wahrnehmbare Identität. Ähnlich einem losen Band schmiegt sich diese Vorzone je nach Situation an die Fassade an oder weitet sich aus und dient zugleich als Überdachung der Aussensitzbereiche. Die differenzierte Ausformulierung der Brüstungen lassen das Gebäude feingliedrig und leicht wirken. Bei der Gestaltung der Wohngruppen gilt das Augenmerk der Erzeugung von übersichtlichen Gemeinschaftszonen mit einer hohen Erlebnisdichte und reizvollen Verbindungswegen, die ein Maximum an sozialem und visuellem Austausch unter den Bewohnern erlauben.

Aussenräume

Heimische Stauden- und Blütensträucher strukturieren den Aussenraum. Sie bilden eine angenehme Distanz vor den Wohngruppen, bieten zu jeder Jahreszeit abwechslungsreiche und ansprechende Ausblicke und rufen Erinnerungen an ländliche Gärten wach. Die abgeschlossenen Dementengärten sind in einer eigenen Formensprache gehalten. Sie bilden inmitten der Pflanzstreifen ruhige, nach innen orientierte Aufenthalts- und Bewegungsräume die nur über die Gebäude erschlossen werden können.