Statik: Büro Thomas Boyle, Zürich
Landschaftsarchitektur: Andreas Geser, Zürich
HLKS: BSP-Energie, Zürich
Bauphysik: BAKUS, Zürich

Erweiterungsbau KJPD Brüschhalde, Männedorf

Zweistufiger Projektwettbewerb 2010 | engere Wahl

Städtebauliche Situation

Das Projekt für den Ersatz- und Erweiterungsbau des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes Brüschhalde in Männedorf bildet zusammen mit den beiden bestehenden Bauten «Haupthaus» und «Mehrzweckgebäude» eine Gesamtanlage. Die kompakte Winkelform des geplanten Baukörpers bildet den östlichen Abschluss des Ensembles und erzeugt gefasste Aussenräume. Dabei wird zwischen zwei neuen Hauptbereichen unterschieden: dem zentralen Aussenraum (intern) und dem peripheren Aussenraum (intern und extern). Der offene, witterungsgeschützte Pausenplatz im Erdgeschossbereich des Neubaus verbindet die beiden Aussenbereiche visuell und erschliessungsmässig miteinander.

Architektur und innere Organisation

Durch die mäandrierende Form und die offene Passage erhält der Neubau ein übergeordnetes Thema und eine wahrnehmbare Identität. Die Fassadengliederung mit umlaufenden Fenster- und Brüstungsbändern verleiht dem Neubau eine betont horizontale Erscheinung und verankert ihn vor Ort. Das gesamte Raumprogramm wird in einem Baukörper untergebracht. Die Infrastruktur, die
Therapie- und die Schulräume belegen das Erdgeschoss sowie das Souterrain. Bei der Gliederung dieser Räumlichkeiten gilt das Augenmerk der Erzeugung von übersichtlichen Zonen mit betrieblich sinnvollen Verbindungswegen. Die Wohnstationen und die Tagesklinik sind in den beiden Obergeschossen angeordnet, welche über grosszügige Treppenanlagen erschlossen werden. Vielfältige Ausblicke aus den durchgehenden und sich punktuell als Nutzflächen bis an die Fassaden erweiternden Erschliessungsbereichen binden den Bau in die Umgebung ein.